Der erste gemeinsame Campingurlaub – Teil 1

Von der Planung bis zur Ankunft

Camping Soulac Plage Sandaya – Mobilheim | Juni 2018

Frankreich. Département Gironde in der Region Nouvelle-Aquitaine. L’Amelie bei Soulac-sur-Mer.

Im Sommer 2018 wollten wir nach vielen Jahren endlich mal einen richtigen Urlaub zusammen machen. Bisher waren immer irgendwelche anderen Sachen wichtiger, wie z. B. Umzüge oder größere Anschaffungen, aber nun wurde es Zeit. Campingurlaub war erst mal noch gar nicht im Gespräch, obwohl Camping seit meiner Kindheit eine große Rolle spielt. Dazu möchte ich allerdings gerne in einem separaten Beitrag etwas schreiben und vielleicht finde ich sogar noch einige alte Fotos.


Ein Mobilheim?!

Was kam also für uns in Frage? Hotel-/Pauschalurlaub absolut nicht. Das ist für ein Wochenende mal nett, aber zwei Wochen in so einer Touristenhochburg – nichts für uns. Also ein Ferienhaus sollte es werden.

Wir waren nicht einmal auf Frankreich und den Atlantik beschränkt, es kamen auch Spanien, Portugal, Italien und der restliche Mittelmeerraum in Frage. Allerdings konnten wir nicht das Richtige finden. Die meisten Ferienhäuser waren viel zu groß oder im Landesinneren.

Durch Zufall bin ich dann auf ein Mobilheim gestoßen. Ich muss zugeben, das kannte ich bis dahin überhaupt nicht. Ganz schnell kam uns dies aber vollkommen ideal vor. Es ist nicht so groß, es ist auf einem Campingplatz und dieser liegt direkt an der Küste, außerdem ist es sehr günstig im Gegensatz zu allen Ferienhäusern – perfekt dachten wir uns, das machen wir. Gesagt getan. Wir sind ein paar Tage später ins Reisebüro gefahren und haben das Mobilheim gebucht. Wir hätten auch über die Website buchen können, aber so hatten wir einen Ansprechpartner, dem wir noch diverse Fragen stellen konnten.


Wohin mit den Katzen?

Als es dann so weit war, haben wir alles was wir brauchen eingepackt, inklusive unserer Katzen. Dann haben wir uns erst mal auf den Weg nach Münster gemacht. Die zwei Miezen mussten schließlich untergebracht werden. Meine Mutter ist immer so nett und passt auf die Beiden auf. Uns zu Liebe nimmt sie etwas Chaos und eine Menge Katzenhaare dann in Kauf – danke Mami, du bist die Beste.

Eigentlich wollten wir eine Nacht bleiben und dann am Morgen um ca. sechs Uhr aufbrechen. Der Plan wurde allerdings mitten in der Nacht umgeschmissen, da wir nicht schlafen konnten. So haben wir uns noch ausgiebig von meiner schlaftrunkenen und leicht verwirrten Ma und unseren Miezen verabschiedet und sind um zwei Uhr los gefahren.

Da das Mobilheim, wie jedes Ferienhaus, mit allem ausgestattet ist was man braucht und wir uns auch Handtücher und Bettwäsche leihen konnten, passte unser Gepäck bequem in unseren kleinen Seat Ibiza Kombi.


Die Autobahnen in Belgien

Wir sind bei Venlo über die Grenze in die Niederlande gefahren, dann weiter über Belgien nach Frankreich. Dabei war Belgien tatsächlich eine sehr spezielle Erfahrung. Wir wunderten uns für kurze Zeit, dass die ganzen PKW auf der linken Spur fuhren. Diese Verwunderung hielt aber nur bis zu dem Zeitpunkt, wo wir riesige Krater in der Mitte zwischen zwei Fahrspuren entdeckt haben, die einen ganzen Reifen hätten verschlucken können. Naja gut, etwas übertrieben ist das vielleicht gerade, aber so etwas haben wir bis dahin noch nicht gesehen. Ab da fuhren wir dann auch eher links.


Verrückte Motorradfahrer

Natürlich sind wir auch durch Paris gefahren. Mit dem PKW sollte das kein Problem sein, dachten wir uns. Ein Problem war es dann auch nicht wirklich, aber insgesamt doch nervig. Es war sehr voll und die Motorradfahrer sind einfach nur total irre. Es gibt sogar eigens Warnschilder, die auf die Motorradfahrer, die sich einfach durch jede kleinste Lücke quetschen, aufmerksam machen.

Da wir dieses Jahr wieder an die französische Atlantikküste möchten, dann allerdings mit Wohnwagen hinten dran, planen wir Paris zu umfahren, aber dazu kommen wir später noch.

Die komplette Fahrt war sonst eigentlich sehr angenehm. Die Mautstellen in Frankreich sind super schnell zu passieren. Wir haben eine Kreditkarte verwendet, wodurch das echt immer sehr fix ging. Die Tankstellen sind toll. Einfach ran fahren, tanken, Karte rein und wieder weg. Das würden wir uns in Deutschland auch wünschen.


Entspannter als gedacht

Nach Paris, das nächste Aufregende – die Fähre. Von Royan haben wir mit der Fähre nach Le Verdon-sur-Mer übergesetzt. Die Schlange für die Fähre haben wir auch schnell gefunden, die kam uns allerdings sehr lang vor und wir hatten Sorge, dass wir nicht mehr mit drauf können. Als es dann allerdings los ging und alle PKW, Wohnwagen und sogar LKW sich in die Wartezone eingeordnet hatten, standen wir doch ganz vorn an der Absperrung.

Als die Fähre angelegt hatte, konnten wir noch dabei zusehen, wie alle Fußgänger, Radfahrer, Autos und Brummis runter gingen und fuhren. Dann ging es für uns drauf. Auto abgestellt und ab auf das Deck. Wir hatten richtig schönes Wetter und konnten unsere erste Fährfahrt so voll und ganz genießen.

Nach etwa 20 Minuten sind wir drüben angekommen, es wurde beim Runterfahren etwas knubbelig und ging nur langsam durch den ersten Ort, ansonsten hat aber alles wunderbar geklappt. Nach dem uns das Navi kurz fehlgeleitet hatte, sind wir nach insgesamt knapp elf Stunden in L’Amelie auf dem Campingplatz „Soulac Plage Sandaya“ angekommen. Der kleine Ort L’Amelie liegt direkt an der Küste und gehört zu Soulac-sur-Mer.

Mit dem Bericht über den Campingplatz und unser Mobilheim geht es in Teil 2 weiter.


Der erste gemeinsame Campingurlaub – Teil 3

Der erste gemeinsame Campingurlaub – Teil 4

Der erste gemeinsame Campingurlaub – Teil 5



Links:

Camping Soulac Plage: https://www.sandaya.de/unsere-campingplaetze/soulac-plage

Royan: https://www.france-voyage.com/frankreich-tourismus/royan-182.htm

Fährplan 2018: https://www.medoc-residence.eu/de/faehrplan.html

Soulac-sur-Mer: https://www.france-voyage.com/frankreich-tourismus/soulac-mer-2203.htm

Tui-Reisebüro Burscheid: https://www.tui-reisecenter.de/burscheid1

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