Die richtige Ausrüstung finden

Was ist nötig, was dient dem Komfort und wie viel können wir eigentlich mitnehmen

Leverkusen | Mai 2019

In unserem Jahresurlaub 2018 haben wir für uns festgestellt, dass wir einen eigenen Wohnwagen mit eigener Ausstattung haben möchten. Dieser Wohnwagen ist auch mittlerweile bestellt und er muss  nun ausgestattet werden. Da gibt es natürlich Ausstattung die unumgänglich ist und solche die einfach dem Komfort dient und ein Gefühl des zu Hause-Seins vermittelt.

In diesem Beitrag werde ich nur auf die Ausstattung und ein wenig Technik eingehen. Die Wohnwagensuche ist in anderen Berichten beschrieben.

In den Beiträgen zu unserem ersten gemeinsamen Urlaub, hat Kanaudi ausführlich beschrieben, welche Ausrüstung uns fehlte (z. B.: Fliegengitter, Messer, Korkenzieher etc.) oder wie die Ausrüstung in dem Mobilheim für uns völlig unzureichend war (Strandliegen und die weiteren Sitzmöglichkeiten unbequem). In einem eigenen Wohnwagen können wir selbst entscheiden was wir benötigen und was wir noch zusätzlich haben möchten, das ist wohl der große Vorteil von einem Wohnwagen gegenüber so einem Mobilheim und auch einem Ferienhaus.


Die Recherche

Im Bereich Camping bin besonders ich ein absoluter Anfänger. Kanaudi hat schon Erfahrungen durch viele Urlaube in der Kindheit gesammelt, allerdings haben sich da natürlich die Eltern um alles gekümmert. Wir können uns also weder als Profis noch als alt eingesessen bezeichnen und so mussten wir uns erstmal viele Gedanken um die Ausrüstung machen. Was brauchen wir, was ist uns wichtig und wo bekommen wir entsprechende Informationen her?

Unsere wenige Erfahrung führte uns so dazu, dass wir erst einmal das Internet bemüht haben – das ist wohl heutzutage das erste Mittel der Wahl. Hier habe besonders ich viele Foren zum Thema Camping durchgewälzt und mich zu allgemeinen und bestimmten Themen schlau gelesen.

Das nächste Mittel war der persönliche Kontakt und das Erfragen von Erfahrungen. Dazu habe ich mich viel mit Familienmitgliedern unterhalten, die bereits Erfahrung haben.

Gespräche mit Fachpersonal in Campingshops gab es auch. Diese waren allerdings leider bisher wenig erhellend. Einer hatte einfach leider selber zu wenig Ahnung und der nächste wollte unbedingt diverse Sachen erzählen nur um etwas erzählen zu können. Das hat uns leider nicht wirklich weiter gebracht und man muss wohl Glück haben und an den oder die Richtige geraten.

So hatten wir also die drei oben genannten Quellen: Internet, Familie/Freunde, Fachpersonal in Geschäften. Eine der größten Hilfen war hier wahrscheinlich das Internet mit dieser Checkliste, welche von der Website Camperstyle zur Verfügung gestellt wird.


Listen, Exceltabellen und Geld ausgeben

Mir wurde ein bisschen die Aufgabe zuteil, das nötige Equipment aufzulisten und dazu Preise zu vergleichen. Okay, ich habe mir die Aufgabe selbst auferlegt, denn wenn es ums Geld ausgeben geht, bin ich immer ganz vorne dabei.

Also habe ich während meiner Recherche einen Block und Kugelschreiber zur Hand gehabt und alles aufgelistet, was es offenbar so braucht und auch alles was irgendwie interessant klingt. Es gibt dies zu beachten und dann noch jenes, Artikel müssen erweitert werden und benötigen Zubehör, die Preise hier und da sind unterschiedlich und die Liste wuchs und wuchs. So habe ich das Alles ganz bald in eine Exceltabelle umgesetzt.

Es gab also eine recht lange Excelliste mit diversem Zubehör, nur was gehört denn nun eigentlich zu so einer „Grundausstattung“? Eine – für mich – ganz einfache Antwort: ALLES! Nein, natürlich ist es immer von verschiedenen Faktoren abhängig, z. B.:

  • Auf welcher Art von Campingplätzen sind wir unterwegs? (1, 2, 3, 4 oder doch 5 Sterne?)
  • Zu welcher Jahreszeit fahren wir campen, spielt also Wintercamping eine Rolle?
  • Möchten wir auch mal autark reisen?
  • Wieviel Wert legen wir auf Komfort?
  • Bleiben wir für ein paar Wochen an einem Ort oder reisen wir meistens umher?
  • Werden wir immer zu Zeitpunkten unterwegs sein, zu denen die Campingplätze leer sind und wir uns eine Parzelle mit Stromanschluss aussuchen können?
  • Was haben wir eventuell bereits an Ausrüstung?
  • Wie viel brauchen wir denn von den einzelnen Gegenständen? (z. B. zweimal Gaslampe)
  • Haben wir genügend Zuladung übrig um dieses mitzunehmen?

All diese Fragen, sollte man sich im Vornherein stellen und die kann auch nur jeder ganz für sich alleine beantworten. Unsere individuelle Liste, mit Aufteilungen, könnt ihr euch hier anschauen -> Ausrüstung.

  • Braucht man auf jeden Fall:
    • Gasanschlusskabel, Druckminderer, Tisch, Stühle
  • Braucht man wenn,
    • man autark steht: WC-Chemie, Akkus, Gaslampen
    • man einen Stromplatz hat: Verlängerungskabel
    •  
    • man von Ort zu Ort zieht: Markise statt Vorzelt
  • dient dem Komfort:
    • Fernseher
    • Kühlbox
    • Bollerwagen

Es ist auch immer eine Frage des Geldes, wieviel möchte man für die einzelnen Sachen ausgeben und wieviel kann man überhaupt ausgeben. Wir haben für uns zum Beispiel festgelegt, dass wir nach der Erfahrung aus dem letzten Jahr, auf jeden Fall bequeme Stühle haben möchten, die dazu leicht sind und sich schnell wieder trocknen lassen. Bei anderen Dingen wie z. B. dem Küchenschrank fürs Vorzelt, haben wir dann halt zu günstigeren Sachen gegriffen und werden damit erstmal unsere Erfahrungen machen. So muss auch hier jeder selber feststellen, was einem wichtig ist.

Als Camper kann man sehr flexibel in allen Bereichen sein und ganz individuell entscheiden was man machen möchte, was man haben möchte und was man braucht. Die einzige Frage bei den oben genannten Punkten, die einen einschränkt – diese ist allerdings entscheidend – ist die der Zuladung. Weshalb ich auf diese nun genauer eingehen möchte.


Die Zuladung

Was bedeuten zum Beispiel diese Angaben im Prospekt des Herstellers: Leergewicht: 866 kg | zulässiges Gesamtgewicht 1360 kg = mögliche Zuladung 494 kg.

Die Beispielzahlen mit 866 kg Leergewicht und dem zulässigen Gesamtgewicht sind nur Beispiele. Das wird oft falsch berechnet bzw. falsch angenommen.

Ein Beispiel:

Unser Wohnwagen hat laut Prospekt eine Masse in fahrbereitem Zustand (Leergewicht) von 880 kg. Eine technisch zulässige Gesamtmasse von 1200 kg. Im Prospekt steht auch eine Zuladung von 320 kg. Jetzt haben wir allerdings eine Auflastung auf 1360 kg gebucht. Zudem kommen noch andere zusätzliche Massen aufgrund von Zusatzpaketen. Unser Wohnwagen hat stattdessen nun eine Masse in fahrbereitem Zustand von 943 kg und eine technisch zulässige Gesamtmasse von 1360 kg. Somit ändert sich die mögliche Zuladung auf 417 kg.

Und hier nochmal als kleine Tabelle für die bessere Übersichtlichkeit:

 OriginalUnsere Bestellung
Technisch zulässige Gesamtmasse1200 Kg1360 Kg
Masse in fahrbereitem Zustand880 Kg943 Kg
Mögliche Zuladung320 Kg417 Kg

Mittlerweile sind Camper aufgrund von Überladung und dem daraus folgenden Sicherheitsrisiko in den Fokus der Polizei geraten, deshalb spielt die Zuladung bei der Auswahl der nötigen und unnötigen Ausrüstung immer eine wichtige Rolle.

Wie dann unsere tatsächlichen Erfahrungen bei dem Vergleich von Preisen und den Einkäufen in Onlineshops und verschiedenen Ladenlokalen waren, möchte ich in einem weiteren Artikel schildern.

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