Die Wohnwagensuche – Teil 3

Wir haben unseren zukünftigen Urlaubsbegleiter gefunden. Wo, wie und vor allem was für einer ist es denn nun geworden?

So haben wir also entschieden im Dezember wieder aufzubrechen um einen Wohnwagen zu finden der nun hoffentlich unseren Vorstellungen entspricht.

Da wir immer noch nicht alle Modelle mit Einzelbetten recherchiert haben, habe ich mir im Vorfeld die Mühe gemacht und bei allen namhaften Wohnwagenherstellern geschaut, wer aktuell Modelle mit Einzelbetten baut, um so die Vorgängerversionen herauszubekommen. Unsere Kriterien: “Einzelbetten” und “nicht zu groß” sind geblieben und so hatte ich bald eine Liste mit genau den Modellen erstellt, die diese Voraussetzungen erfüllen. Mit dieser Liste ging es wieder ins Internet, mal schauen wo die entsprechenden Händler ansässig sind. 


Schon wieder Dortmund

Wie es dann so kommen wollte, sind wir wieder in Dortmund gelandet, bei einem Händler des Herstellers “Bürstner”. Dieser hatte gebrauchte Modelle und Neuwagen. Sagt man Neuwagen auch bei einem Wohnwagen? Ich weiß es nicht.

Da, außer diesem Händler, zwischen den Feiertagen offenbar alle geschlossen hatten, war der Entschluss nach Dortmund zu fahren, recht schnell getroffen. 

Die wenigen gebrauchten Wohnwagen die dort standen, waren vom Alter und Zustand schon einigermaßen nach unserem Geschmack. Allerdings alle recht groß und ziemlich teuer, dafür dass die auch wieder mindestens zehn Jahre alt waren. 


Fabrikneue Wohnwagen

Da wir aber nun schon mal da waren, wollten wir uns auch die Neufahrzeuge mal genauer ansehen. Ich hatte mich ja bereits bestens informiert und wusste so, dass ein ganz bestimmtes Modell aktuell dort zum Verkauf angeboten wird. Der “Bürstner Premio Life 480 TL” hatte mein Interesse geweckt. Die Bezeichnung “TL” wird wohl für Einzelbetten verwendet, wie wir da herausgefunden haben.

Wir haben viel Schönes und vor allem aber Großes gefunden, nur leider nicht den Gesuchten. Ein ähnliches Modell, den “Bürstner Premio 490 TL”, haben wir statt dessen entdeckt. Wir hätten ihn auch gerne von innen besichtigt, allerdings war die Tür verschlossen.

So haben wir uns also einen Verkäufer geschnappt, der sich dann auch gleich mit uns und einem riesigen Schlüsselbund aufgemacht hat. Der Wohnwagen hat uns gut gefallen, denn er hatte neben einer schönen Aufteilung auch die gewünschten Einzelbetten. Allerdings war er nach unserem Geschmack dann doch etwas groß. 

Da wir den Verkäufer nun schon da hatten, haben wir ihn gefragt, ob denn das kleinere Modell der “Premio Life 480 TL” auch vor Ort wäre. Und siehe da, ein Wohnwagen, der bereits einen neuen Besitzer gefunden, aber noch nicht den Platz verlassen hat, stand für eine kurze Besichtigung zur Verfügung. Da dieser Wohnwagen weder angehangen, noch abgestützt war, kam der Verkäufer auf die super Idee sich vorne auf die Deichsel zu stellen, damit wir reingehen und gucken können.

Ich: 1,87 m groß und 125 kg schwer.

Verkäufer: Vielleicht 1,73 m groß und maximal 80 kg schwer.

Wenn ich nach hinten in den Wohnwagen gegangen wäre, wäre das ein Katapult gewesen. Ich habe mich dann lieber im vorderen Teil aufgehalten …

Wir standen kaum drin und haben uns umgesehen, da wussten wir fast sofort, dass es genau der werden wird. Nach der Besichtigung sind wir dann mit dem Verkäufer in sein Büro gegangen. Es hat kurz gedauert, bis wir realisiert haben, dass wir uns gerade in einem Beratungsgespräch für einen fabrikneuen Wohnwagen befinden. Wir haben besprochen, auf was für einen Endpreis wir mit unseren Ausstattungswünschen kommen würden und wie es mit der Lieferzeit aussähe – alles rein hypothetisch natürlich – am Ende hatten wir dann ein Angebot in der Hand. 

Dies alles passierte am 29.12.2018. Wir haben hin und her überlegt und natürlich gerechnet. Ein Wohnwagenkauf ist ja schließlich keine Kleinigkeit. Dazu kommt dann noch die Grundausrüstung, Stellplatzmiete etc. Eben das was bei einem Gebrauchten auch noch dazu käme. 

Ich muss aber ehrlich sagen, dass die Entscheidung bereits auf der Fahrt nach Hause mit dem Angebot in der Hand gefallen ist. 


Silvester

Also sind wir zwei Tage später am 31.12.2018 – ja tatsächlich an Silvester – wieder aufgebrochen und haben uns einen funkelnagelneuen Wohnwagen bestellt. Natürlich in der Konfiguration die für uns ideal ist. Ebenfalls direkt dazu bestellt haben wir ein passendes Vorzelt.

Somit haben wir am Ende sämtliche Pläne für einen eigenen Wohnwagen mehrmals über den Haufen geworfen und uns schließlich für einen neuen Wohnwagen entschieden. Dieser ist in der Anschaffung zwar teurer als ein Gebrauchter, das ist ja klar – in Relation gesehen, ist es aber eben wieder nicht viel. Wir können unsere Wunschausstattung wählen, es kommen keine Überraschungen, wie z. B. verschwiegene Fehler, undichte Stellen oder ähnliches auf uns zu und unser Wohnwagen hat eben kaum Wertverlust – das mussten wir ja selber feststellen. Das Gefühl in einem ganz neuen, noch nie benutzten Wohnwagen zu stehen ist ein ganz anderes, wir freuen uns sehr und haben bislang keine Minute mit unserer Entscheidung gehadert. 

Leider müssen wir noch auf unseren Wohnwagen warten, denn der Bau dieses wurde für April 2019 angegeben. Also dürfte unser Wohnwagen im Bereich der ersten beiden Maiwochen fertig sein.

Wie es nach der Bestellung des Wohnwagens weiter ging, erläutern wir in einem anderen Beitrag. Dann kommen wir endlich zu dem Bereich was denn überhaupt alles an Ausrüstung gebraucht wird … Juhu, Geld ausgeben … noch mehr …

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