Endlich – er ist da!

Wir haben unseren lang ersehnten Wohnwagen abgeholt

Nach langem Warten und Bangen ob er denn noch pünktlich vor unserem geplanten Urlaub kommt, ist er endlich da – unser Wohnwagen. Es war etwas holprig, aber trotzdem können wir einen “Bürstner Premio Life 480TL” unser Eigen nennen.


Wann können wir denn nun abholen

Nachdem der Mai schon eine Weile angebrochen war und wir noch nichts von unserem Händler gehört haben, hat Kanaudi einfach mal dort angerufen und nachgefragt. Dann die überraschende Nachricht … er ist schon seit zwei Wochen da. Was? Und wir haben ihn noch nicht? Ja, das liegt daran, dass wir gleichzeitig auch ein Vorzelt mitbestellt haben und dieses leider noch nicht geliefert wurde, so dass der Händler mit uns noch keinen Übergabetermin vereinbaren konnte.

Wir haben weiter gewartet und gehofft in der nächsten Woche etwas von unserem Händler zu hören … leider Fehlanzeige. Also wieder ein Anruf unsererseits und wir konnten endlich einen Termin vereinbaren, für den 31. Mai – boah ist das noch lange hin. Zu dem kommt noch, dass es mit dem Packen und dem Probefahren dann echt knapp wird. Also wieder ein Telefonat von Kanaudi und den Termin auf den 24. Mai vorverlegt, dann halt erst mal ohne Vorzelt, Vorzeltanbau und Sturmband.

So freuten wir uns darauf, am 24. Mai unseren neuen “Verfolger” abholen zu können. Zwischendurch zur Zulassungsstelle und angemeldet und am 24. ab ins Auto und nach Dortmund zum Bürstner-Händler. An dem Tag haben wir uns komischerweise die schlimmsten Dinge ausgemalt:

  • Der Wohnwagen ist nicht fertig.
  • Der Wohnwagen ist irgendwo kaputt.
  • Der Wohnwagen hat die falsche Konfiguration.
  • Der Verkäufer für die Übergabe ist krank.
  • Der Verkäufer hat vergessen dass wir kommen und wir können den WoWa doch nicht mitnehmen.
  • Wir haben irgendwas vergessen (Spiegel, Nummernschild, Brief, 100er-Marke).

Ja, das liest sich jetzt wie kleine Lappalien, aber wenn man fünf Monate auf ein neues Gefährt wartet, macht man sich über so etwas Gedanken. Kurz gesagt – wir waren halt ganz schön aufgeregt.


Die Übergabe

Aber als wir ankamen und kurz durch die Halle geschlendert sind, haben wir ihn schon entdeckt … mit einem Schild im Fenster, das unseren Namen getragen hat. Also zügig zum Verkäufer, wir wollen endlich loslegen.

Da es unser erster Wohnwagen ist, war es für uns sehr wichtig vernünftig eingewiesen zu werden. So wurde uns genauestens erklärt wie das Gassystem funktioniert, wie der Kühlschrank jeweils umzuschalten ist und die Heizung mit Umluft genutzt werden kann.

Zu dem sind wir nach einer Checkliste für die Übernahme von Wohnwagen/Wohnmobilen vorgegangen. Diese enthält Punkte wie das Testen der Kombirollos, Funktionsprüfung der Pumpen und elektrischen Geräte.

Nachdem wir alles geprüft haben und nur der Stöpsel im Wassertank fehlte, konnte auch tatsächlich schon der Papierkram erledigt werden, das Kennzeichen angebracht und der 100er-Aufkleber aufgeklebt werden.

Bevor wir den Wohnwagen das erste Mal ans Fahrzeug geschnallt haben, wollte ich unbedingt schon unsere passenden Spiegel am Auto befestigen und promt ging mir ein Spiegel zu Bruch. Ob das ein schlechtes Omen ist? Glücklicherweise gab es dort nebenan direkt einen Campingshop und wir konnten einen neuen Spiegelaufsatz kaufen.

Also das erste Mal den Wohnwagen ans Auto hängen – Mensch ist das aufwändig:

  • Abnehmbare Kupplung montieren.
  • Rückwärts bis kurz davor ran rollen.
  • Wohnwagen über die Kupplung navigieren.
  • Das Stützrad ablassen, so dass der Wohnwagen auf die Kupplung rutscht.
  • Kontrolle, ob der grüne Ring an der Deichsel zu sehen ist.
  • Anschluss der Elektrik.
  • Anschluss des Abreißseils an der neuen Öse (es gibt eine neue Verordnung für die “Hollandöse”).
  • Schließen der Anti-Schlinger-Kupplung und Überprüfen, ob auch da der grüne Ring zu sehen ist.

Es kann los gehen

Geschafft – nur noch Licht kontrollieren und dann kann es auch schon los gehen.

Die Fahrt selbst, mit dem Wohnwagen am Haken, verlief tatsächlich unspektakulär und ich werde es deshalb nicht genauer ausführen.


Fazit zum Händler

Noch was kurzes zum Schluss: Empfehlen würden wir den Händler leider nicht. Die erste Beratung und der Verkauf liefen sehr reibungslos. Die sämtliche weitere Kommunikation war allerdings sehr zäh und schleppend und bis heute haben wir noch nicht alle bestellten Teile zusammen. Irgendwelche Zusagen, dass Dinge bereits verschickt wurden oder am selben Tag noch verschickt werden, stellten sich im Nachhinein immer als unwahr heraus. Unschön, aber davon lassen wir uns den Spaß am Wohnwagen auf keinen Fall nehmen. Für die Dichtigkeitsprüfung und Weiteres planen wir auch später einen anderen Vertragshändler aufzusuchen. 

Das erste Einräumen und der Testaufbau des Vorzeltes zusammen mit meiner Schwiegermutter erzählen wir in einem neuen Beitrag.

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